close
close

JETFORCE
The Story Behind the Product

JETFORCE
The Story Behind the Product

Befüllung und Entleerung

Nach der Aktivierung befüllt das batteriebetriebene Gebläse des JetForce einen 200-Liter-Airbag. Dieser Vorgang benötigt nur 3,5 Sekunden.

Ein Zyklus zur Durchstich-Recovery wird nun ausgelöst, um den Airbag im Falle eines Risses intakt zu halten. Nach einer Minute und 30 Sekunden wird der Zyklus zur Volumenerhaltung gestartet.

Nach einer dreiminütigen Befüllung des Airbags wird der Düsenstrahl des Gebläses umgekehrt und entleert den Airbag. Hierbei wird ein Lufteinschluss erzeugt, das Ausgraben der verschütteten Person erleichtert und der Airbag kann später einfach wieder verpackt werden.

Wiederaufladbares elektronisches System

Die JetForce Technology wird durch eine wiederaufladbare, reisefreundliche Lithium-Ionen-Batterie betrieben. Mit dem externen Anschluss ist der Ladevorgang so einfach wie bei einem Smartphone.

JetForce kann pro Ladung mehrmals verwendet werden, ohne zusätzliche Kosten oder Zeitaufwand zu verursachen. Dies bietet die Möglichkeit, häufiger für den Ernstfall zu üben.

Automatische Selbstdiagnose des Systems

Die integrierte Elektronik führt bei jeder Inbetriebnahme eine Funktionsprüfung des Systems durch, wobei der Systemstatus durch LEDs angezeigt wird.

Extras

Alle JetForce-Rucksäcke besitzen ein Fach für Lawinenausrüstung, eine HiLo-Helmbefestigung und ein Innenfach für Zubehör.

Die JetForce-Rucksäcke haben eine diagonale Tragevorrichtung für Ski, die ein Auslösen des Airbags ermöglicht, selbst wenn die Ski befestigt sind. Wenn sie nicht gebraucht wird, lässt sie sich einfach verstauen. Der Saga 40 wurde mit einem Tragesystem für Snowboards versehen.

Der Halo 28 bietet eine Befestigungsmöglichkeit für Eispickel, der Saga 40 PickPockets™ für Eisgeräte.

ALS DAS TEAM DAS SYSTEM WEITER VERBESSERTE, war es dennoch noch immer nicht vollständig. Black Diamond blickt auf eine lange Geschichte und einen reichen Erfahrungsschatz im Bereich der Mechanik zurück, und somit schloss die Übernahme der Firma PIEPS in 2012 die Lücke zur JetForce Technology. Die Erfahrung von PIEPS mit hochtechnischen und lebensrettenden elektronischen Systemen, die bei extremer Kälte funktionieren müssen, war massgebend.

„Das JetForce-Gebläse erzeugt Drehzahlen bis zu 70.000 rpms und benötigt in der Kälte bis zu 20 Ampere“, erklärt Gompert, „daher musste die Elektronik von Grund auf neu entwickelt werden.“ Fast drei Jahre arbeiteten die Ingenieure von PIEPS mit dem Black Diamond Product Team zusammen, um das elektronische System der JetForce Technology einsatzbereit zu machen. Das Team liess den gesamten Rucksack in Wasser einweichen, bei -30° C fünf Stunden lang gefrieren, dann auftauen, und löste dann das System aus. Jede Eventualität sollte berücksichtigt werden.
JetForce Product Tech F15 - Body 2 and Small Video close
ALS DER ERSTE EINSATZBEREITE PROTOTYP ZUR VERFÜGUNG STAND,war es an der Zeit, ihn auf Herz und Nieren zu prüfen. Die Ingenieure des Black Diamond-Teams für Qualitätssicherung testeten das JetForce System in und unter allen nur erdenklichen Situationen und Bedingungen. Das Unternehmen arbeitete nicht nur mit dem Zertifizierungsinstitut zusammen, um Normen für diese neue Technologie zu entwickeln, sondern entwarf einen ganzen Satz an Simulationstests, die über die Zertifizierungsstandards hinausreichen. Verschleisstests für Rucksackgewebe und -komponenten, Dichtheitsprüfungen für die Elektronik, Kompressionstests für den Airbag, selbst die kleinsten Hardwarekomponenten wurden endlosen Durchgängen in einem Lebensdauertester unterzogen.

„Die standardisierten Tests gehen nicht weit genug“, findet Jon Coppi, führender QA Engineer des JetForce-Projekts. „Diese zusätzlichen Tests sind für eine Zertifizierung zwar nicht unbedingt erforderlich, aber für den Kunden, der das Produkt während der gesamten Produktlebensdauer verwendet, sind sie unerlässlich.“
Ausserhalb des Labors war ein ganzes Team mit dem JetForce unterwegs und hat das System zwei volle Wintersaisonen lang an Tausenden von Tagen im Einsatz rund um den Globus getestet.

Und Coppi war einer von ihnen. Er ist ein begeisterter Backcountry-Skifahrer und liess sich freiwillig in einem von aussen kontrollierten Lufteinschluss unter mehreren Metern Schnee begraben, um zu überprüfen, ob das System genug Luft aus dem komprimierten Lawinenschnee extrahieren kann. Er gab die Chance, die JetForce Technology in einer echten Lawine zu testen, weiter – diese Ehre wurde einem Testdummy zuteil und die Ingenieure sahen von weitem zu, während das JetForce-System seinem ersten Ernstfall ausgesetzt wurde.

„Dieser Tag war das Endergebnis langer, harter Arbeit“, so Gompert. „Zu sehen, wie JetForce als wirklich ganz neue Technologie im Bereich der Lawinensicherheit entstand, und zu wissen, dass es lebensrettendes Potential besitzt, macht das Ganze zu einem sinnvollen Projekt.“



Text: Andy Anderson
Fotos: Scott Markewitz & Adam Clark
Videos: Hennie Van Jaarsveld
Produktion: Advent Integrated