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“Does that harness have a full strength haul loop?” they say, pointing to a friend’s gear at the crag. It’s a phrase I hear all the time, and it sends shivers down my spine. Do these people know what they’re asking? What does “full strength” mean anyway?
Leider gibt es auf diese Frage keine einfache Antwort. Aber hier ist der Hintergrund: Um Persönliche Schutzausrüstung (oder PSA) in Europa zu verkaufen, muss sie CE-zertifiziert sein. (Interessanterweise ist das in Nordamerika keine Voraussetzung, um Produkte zu verkaufen.) Es gibt viele Anforderungen für die Zertifizierung, aber für diese Diskussion geht es uns nur um eine davon, die oft als die Hauptanforderung angesehen wird. Diese Anforderung wird als maximale Zugfestigkeit bezeichnet, also als Maß dafür, wie stark etwas ist.
Für Cams beträgt die Mindestbruchfestigkeit 5kN, für Karabiner 20kN bei geschlossener Falle, 7kN bei offener Falle und 7kN in der Nebenschlagachse; für Gurte 15kN, Schlingen 22kN, Stopper 2kN, Eisschrauben 10kN und so weiter. Hinweis: denk dran - 1kN = ~ 225lbf.
Nehmen wir mal kurz an, dass Leute sich fragen, ob die Haul Loop genauso stark ist wie die Belay Loop (die eine CE-Anforderung von 15kN hat). Meine letztendliche Frage an sie lautet: Warum kommt es darauf an? Schleppschlaufen an Gurten sind genau dafür gemacht – um eine Leine zu markieren oder zu ziehen, daher der Name. Technisch gesehen muss diese Schleppschlaufe nur in der Lage sein, das Gewicht einer Ziehleine (ein paar Pfund) auszuhalten. Also, warum sind die Leute so besessen davon, eine „voll belastbare“ Schleppschlaufe an ihren Gurten zu haben? Am Ende des Tages solltest du dich niemals mit der Schleppschlaufe verbinden, sie zum Sichern verwenden, sie bei einem Mehrseillängenaufstieg als Anker einsetzen und schon gar nicht im „Aussie style rappelling“ von der Schleppschlaufe abseilen. Die Schleppschlaufe ist einfach zum Ziehen da.
Dir fällt vielleicht auch auf, dass einige unserer Gurte eine Zugschlaufe haben, die nicht wie eine Sicherungsschlaufe aussieht – sie besteht vielleicht nur aus einer sehr dünnen Stoffschicht, die eher wie eine Gürtelschlaufe wirkt, und wir kennzeichnen sie sogar direkt mit 0KN. Wir machen das, um ganz klar zu zeigen, dass sie nicht stark ist. Einige andere Firmen machen es auch so und lassen die Zugschlaufe absichtlich schwach aussehen, um zu verdeutlichen, dass dieses Bauteil nicht stark ist und nicht „volle Stärke“ besitzt.
Test
Pflicht-Haftungsausschluss #1: Wie in den meisten QC-Labors besteht unser Ziel darin, dir, den Kletterern, (hoffentlich) nützliche Informationen bereitzustellen. Dies ist keine umfangreiche, thesisartige Studie zu den Feinheiten der korrekten und inkorrekten Nutzung von Gurt-Designs. Stattdessen handelt es sich um eine kleine Datensammlung, um einen Punkt zu verdeutlichen.
Noch einmal: Du solltest dich immer über die tie-in points einbinden und am belay loop sichern. Eine gute Faustregel der Association of Canadian Mountain Guides lautet: “tie-in points sind für Gewebe, und der belay loop ist für Metallkomponenten.” Also binde dich ein, befestige dein persönliches Ankersystem etc. über den tie-in point und clippe Carabiner ausschließlich am belay loop. Dein belay loop dient dem Sichern (deshalb heißt er so). Und natürlich solltest du dich niemals in deine gear loops, haul loops, leg straps etc. einbinden oder clippen.
Fazit
Letztendlich gibt’s im Klettern eigentlich keinen generellen Begriff für „volle Kraft“. Wenn du also von „voller Kraft“ sprichst, kommt es ganz darauf an, um welche Kategorie Kletterausrüstung es sich handelt, denn die Anforderungen sind unterschiedlich.
Und die Zugschlaufe deines Gurts dient dazu, eine Leine anzubringen (um zusätzliches Equipment hochzuziehen, den Pig zu transportieren oder als dein zweites Seil fürs Zurückziehen). Manche Zugschlaufen sind vielleicht robust, während andere es nicht sind, und es ist nicht unbedingt einfach zu erkennen. Du solltest nur die Anschlusspunkte oder die Sicherungsschlaufe deines Gurts zum Festmachen, Ankern oder Sichern verwenden.
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